„Unterricht 2.0?“ - Digitale Lernwelten auf dem Prüfstand
EIN INTERVIEW MIT DR. JOCHEN HETTINGER, LMZ BADEN-WÜRTTEMBERG, EXPERTE FÜR E-LEARNING
E-Learning – Blended Learning – webbasierte Lehr-Lernszenarien – Learning Management Systeme für Schulen … bereits seit geraumer Zeit tauchen diese Schlagworte regelmäßig im Zuge bildungspolitischer Diskussionen auf. Insbesondere, wenn es um individualisiertes, Kompetenz orientiertes oder kooperatives Lernen geht, werden elektronisch unterstützte Lehr-Lern-Szenarien oft als DIE Lösung für viele Probleme „konventionellen“ Unterrichts angeführt.
Doch was steckt genau dahinter?
Wo liegen Potenziale, Einschränkungen - eventuell sogar Risiken?
Um uns dem Thema aus der Sicht der Alltagspraxis nähern und den Dingen auf den Grund gehen zu können, haben wir Lehrerinnen und Lehrer gebeten, uns genau die Fragen zukommen zu lassen, die sie – und damit möglicherweise auch Sie! – am meisten beschäftigen.
Zur Einführung:
Zwei kurze Fragen – zwei kurze Antworten:
„E-Learning“, „Blended-Learning“… – Was ist das eigentlich ?
E-Learning ist eine besondere Form des computergestützten Lernens. Charakteristisch dafür ist, dass die genutzten Lernsysteme und –materialien in digitalisierter Form dargeboten werden und sich durch Multi- und/oder Hypermedialität auszeichnen. Sie unterstützen die Interaktivität zwischen dem Lernenden, dem technischen System, dem Lehrenden sowie den Mitlernenden und sind online für die Nutzerinnen und Nutzer verfügbar. In der Regel werden für das E-Learning sogenannte „Learning-Management-Systeme“ eingesetzt, die auf einem zentralen Server im Internet (oder auch an der eigenen Schule) installiert sind und die für registrierte Benutzer den Zugang zu den Lernmaterialien und Lernangeboten (Kursen) ermöglichen.
Mit dem Begriff „blended learning“ wird eine Form des E-Learnings bezeichnet, bei der Präsenzphasen und online-gestützte Phasen abwechseln. So können z. B. Aufgabenstellungen, die im Unterricht erarbeitet werden, zu Hause, zu anderen Zeiten und an anderen Lernorten weiter bearbeitet werden. Diese Arbeitsergebnisse lassen sich dann als Vorbereitung für die nächste Präsenzphase nutzen, z. B. wenn Schülergruppen arbeitsteilig Themen bearbeiten und ihre Ergebnisse dann mit Hilfe der online verfügbaren Medien und Materialien anderen Gruppen in der Klasse präsentieren
Brauchen die Schülerinnen und Schüler das später überhaupt?
E-Learning ist heute in der beruflichen und betrieblichen Aus- und Weiterbildung gang und gäbe. An der Universität werden in großem Umfang Lernmanagement-Systeme eingesetzt. Und für die eigene berufliche und allgemeine Weiterbildung wird E-Learning immer wichtiger. Lebenslanges Lernen ist kein Schlagwort mehr, sondern Realität. Wer „E-Learning gelernt hat“, wenn man das so sagen kann, der hat es später entschieden einfacher, diese Angebote gezielt zu nutzen.
Zur Vertiefung:
Darf´s ein bisschen mehr sein?
Welche innovativen Möglichkeiten ergeben sich ganz konkret durch E-Learning-Szenarien für die Gestaltung des Unterrichts?
Im Wesentlichen lassen sich drei Formen des Einsatzes von E-Learning im Unterricht unterscheiden:
- E-Learning kann in einzelnen Unterrichtsphasen unterstützend eingesetzt werden, z. B. als Vorbereitung für eine Prüfung oder zum Üben bestimmter Fertigkeiten. Häufig werden E-Learning-Kurse auch einfach als Möglichkeit genutzt, Materialien online bereit zu stellen, die von den Schülern dann bearbeitet werden.
- E-Learning kann aber auch zu einem tragenden Prinzip von Unterricht werden, etwa wenn Schüler ganze Kurse weitgehend selbständig bearbeiten oder wenn wesentliche Teile des Unterrichts als E-Learning gestaltet werden.
- Schließlich kann E-Learning auch weitgehend als „Telelernen“ organisiert werden, das von sog. „Teletutoren“ unterstützt und begleitet wird.
In jeder dieser drei Organisationsformen bietet E-Learning spezifische Vorteile. Die Lehrkraft wird – was die Bereitstellung der Unterrichtsmaterialien angeht - von organisatorischen Aufgaben entlastet und kann sich auf die Beratung und Begleitung der Schülerinnen und Schüler konzentrieren. Gruppenarbeit, innere Differenzierung und Individualisierung werden in besonderem Maße unterstützt. Neben den online angebotenen Unterrichtsmedien steht den Lernenden jederzeit das Internet als Informationsqualle zur Verfügung. Der Austausch untereinander, mit der Lehrkraft und mit anderen Personen (etwa externen Experten oder Schülern einer anderen Schule) ist vergleichsweise einfach zu organisieren. Schüler können ihre Ergebnisse in sogenannten e-Portfolios im Lernmanangement-System dokumentieren. Lehrkräfte können sich jederzeit einen differenzierten Überblick über die Schüleraktivitäten und -leistungen verschaffen. Online-Kurse können den eigenen Bedürfnissen angepasst, ergänzt oder auch selbst erstellt werden. Werden sie über mehrere Jahre und möglicherweise von mehreren Lehrkräften im Team genutzt, kann sich eine wesentliche Arbeitserleichterung und Zeitersparnis ergeben.
Welches genau sind aus Ihrer Sicht die ganz konkreten Vorteile und der sogenannte „Mehrwert“, z.B. mit Blick auf die geforderte Kompetenz- und Schülerorientierung zeitgemäßen Unterrichts?
Ein wesentliches Merkmal guten Unterrichts ist es, dass Schülerinnen und Schüler interessiert und konzentriert lernen, dass ihre Fähigkeiten, den eigenen Lernprozess zu organisieren, gefördert werden, und dass sie die für sie passenden Lernangebote erhalten. E-Learning kann dieses Ziel unterstützen und dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schülern wesentliche Kompetenzen gerade auch in methodischer Hinsicht erwerben können, dass sie den Verlauf des Unterrichts selbst mitgestalten und sich mit ihre unterschiedlichen Fähigkeiten einbringen können. Sie können mit sehr einfachen Mitteln die Ergebnisse ihres Lernens als mediale „Produkte“ darstellen (z. B. ein Glossar zu wichtigen Begriffen eines Themas entwickeln, eine kommentierte Linkliste erstellen oder eine digitale Präsentation erarbeiten) und diese ihren Mitschülern zur Verfügung stellen.
Welche Kompetenzen müssen Lehrerinnen und Lehrer mitbringen, die E-Learning im - und begleitend zum - Unterricht einsetzen möchten?
Learning by doing ist eine gute Methode. Leichter ist es natürlich, wenn man neben grundlegenden Kenntnissen über Computer und Internet auch weiß, wie man Medien selbst erstellen kann (eine digitale Präsentation, Bilder und Fotos bearbeiten, eine Audiodatei aufnehmen und bearbeiten etc.). Ich glaube aber, dass sich die Handhabung relativ leicht erlernen lässt. Wichtiger scheinen mir medienpädagogische Kompetenzen: Medien zum Lernen auswählen können, ihre Funktion im Lernprozess bestimmen, sie gezielt einsetzen und mediengestütztes Lernen begleiten, unterstützen und bewerten zu können. Auch wenn Neugier und Frustrationstoleranz keine „Kompetenzen“ im eigentlichen Sinne sind: man sollte sie auf jeden Fall mitbringen, weil es natürlich immer auch irgendwelche Schwierigkeiten gibt und nicht gleich alles auf Anhieb gelingen wird.
Und: Können wir das erforderliche Maß an Selbstdisziplin und Selbstlernkompetenz von der heutigen Schülergeneration überhaupt erwarten?
Ja, ganz sicher. Wenn Schüler im Unterricht verantwortliche Rollen übernehmen, aktiv beteiligt sind, spannende Aufgaben lösen oder eigene „Werke“ erstellen können, sind sie in der Regel ganz bei der Sache. Natürlich ist E-Learning keine motivationale Wundertüte, die alle plötzlich zu begeisterten Lernern macht. Lernen bleibt weiterhin Arbeit, auch wenn immer wieder behauptet wird, man könne mit Medien das Lernen spielerisch gestalten. Allerdings ist es wichtig, das Arbeiten mit E-Learning-Angeboten systematisch zu üben: sich in dem Angebot orientieren, die angebotenen Hilfen nutzen, Aufgabenstellungen verstehen, Lösungsstrategien entwickeln und die eigene Lernaktivität steuern sind „Selbstlernkompetenzen“, ohne die E-Learning nicht funktionieren kann.
Wie sehen Sie das Verhältnis zwischen „normalem Präsenzunterricht“ und E-Learning?
E-Learning kann den Präsenzunterricht ergänzen, zusätzliche und erweiterte Lernmöglichkeiten schaffen – aber es kann und soll ihn niemals ersetzen. Wichtig ist die „intelligente Koppelung“ beider Formen der Lernorganisation.
Können E-Learning-Systeme auch einen Beitrag zur Schulentwicklung leisten? Inwiefern?
Das Verhältnis von Schulentwicklung und E-Learning ist wechselseitig: zum einen wird die Einführung von E-Learning durch einen oder einige wenige Pioniere an einer Schule kaum erfolgreich sein, sie sollte vielmehr von Anfang an gemeinsam mit der Schulleitung von einem damit beauftragten Lehrerteam geplant und organisiert werden. Schulentwicklung ist also in gewissem Sinn die Voraussetzung von E-Learning. Sie kann aber auch durch E-Learning unterstützt werden, und zwar in allen drei „klassischen“ Bereichen der Schulentwicklung: Personal-, Organisations- und Unterrichtsentwicklung. So können z. B. schulinterne Fortbildungsveranstaltungen als „blended learning“ angeboten werden, wobei die Inhalte und Ergebnisse über ein Learning-Management-System auch für die unterrichtliche Verwendung unmittelbar verfügbar sind, E-Learning-Werkzeuge können die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften (und der Schulleitung) unterstützen und sie bieten erweiterte Möglichkeiten für den Unterricht.
Wie könnte man der auf dem Markt herrschenden Materialienflut begegnen, um Lehrerinnen und Lehrer das alltägliche Handeln zu erleichtern?
Ideal wäre es, wenn Lehrkräfte anhand der Bildungsplanvorgaben in einem Medienpool recherchieren und sich die benötigten Medien sofort herunterladen oder bei ihrem Medienzentrum buchen könnten. Die dort angebotenen Medien sollten nach fachlich-inhaltlichen und pädagogisch-didaktischen Kriterien geprüft und ausgewählt werden. Optimal wäre es, wenn Lehrer sich eigene digitale Materialsammlungen anlegen und gemeinsam mit anderen Lehrkräften verwenden und erweitern würden.
Zum Weiterdenken: Vorbehalte und Problemstellungen:
„Ich würde ja gerne, ABER……“
Ich glaube, Schule ist nicht der geeignete Ort für E-Learning. Das ist doch eher etwas für die nebenberufliche Fort- und Weiterbildung!
Lernen hat etwas mit geistiger Arbeit zu tun, man muss Informationen sammeln, bewerten und bearbeiten, recherchieren, exzerpieren, üben, ausprobieren, anwenden und eigene Lernergebnisse und Produkte gestalten. E-Learning kann Werkzeuge dafür bereit stellen, einen Rahmen und einen Raum für das Lernen schaffen (eine „vorbereitete Umgebung“, wie man mit Maria Montessori sagen könnte). Das ist meines Erachtens keine Frage des Alters oder der Schulstufe. So haben die Erfahrungen aus vielen Grundschulprojekten gezeigt, dass Kinder bereits ab dem 3. und 4. Schuljahr sinnvoll mit Lernmanagementsystemen arbeiten können.
Warum sollte sich Schule, als ein Ort persönlicher Begegnung, auf elektronische Lernwege einlassen? Persönliche Kommunikation geht doch über alles!
Natürlich ist die persönliche Kommunikation das Entscheidende. Aber jeder Lehrer weiß, dass er nicht mit allen seinen Schülern zugleich reden kann. Oft sind es nur wenige, die im Unterricht zu Wort kommen. Da kann E-Learning eine Hilfe sein.
Ich habe das Gefühl, dass man bei E-Learning mehr Zeit einsetzen muss als beim herkömmlichen Lernen. Diese Zeit fehlt uns ganz einfach. Immer mehr Anforderungen stürmen auf uns Lehrkräfte herein. Wo ist für mich die Entlastung?
Die Entlastung tritt dann ein, wenn man auf ein bewährtes Repertoire an Kursen und Lernmaterialien zurückgreifen kann, und wenn die Schülerinnen und Schüler gelernt haben, weitgehend selbständig mit den Lernangeboten zu arbeiten.
Warum sollte ich mich auf E-Learning überhaupt einlassen? Mein Unterricht kam bislang auch ohne aus - und war hervorragend!
Für mich sind es drei Argumente, die hier wichtig sind: zum einen geht es heute nicht mehr ohne Medienkompetenz und Medienbildung – die Schule hat da eine Aufgabe zu übernehmen, der sie sich nicht entziehen kann, wenn sie für das Leben qualifizieren will. E-Learning trägt zur Medienbildung, zur sinnvollen Mediennutzung ganz entscheidend bei. Das zweite Argument ist: Medien gehören zum Lehren und Lernen einfach dazu – zur Veranschaulichung, Präsentation, Information, zum Aufgaben stellen und Lösen, zum Üben, Gestalten und Kommunizieren. Die neuen digitalen Medien bieten dabei Möglichkeiten, die über Tafel und Schulbuch weit hinausgehen. Insbesondere können sie zu Werkzeugen in der Hand der Schüler werden. Und schließlich hat E-Learning das Potential, die Qualität des Unterrichts zu verbessern. Entscheidend dafür ist dabei allerdings das didaktisch-methodische Wissen und Können der Lehrerinnen und Lehrer.
E-Learning an unserer Schule halte ich nicht für machbar. Zu wenige PCs für zu viele Schüler - bei uns ist nur selten ein PC-Raum frei!
Ohne Computer geht es nicht, das ist richtig. Die sollten vermehrt nicht nur in PC-Räumen zu finden sein, sondern auch in den Klassen- und Fachunterrichtsräumen. Auch mobile Lösungen kommen in Frage. Im europäischen Vergleich liegt die Computer-Schüler-Relation in Deutschland unter dem Durchschnitt. Allerdings haben viele Schulträger heute erkannt, dass neue Technologien in die Schule gehören, und stehen entsprechenden, wohlbegründeten Forderungen nicht abwehrend gegenüber. Sehr hilfreich ist dabei ein Medienentwicklungsplan für die Schule, der genau aufzeigt, wie die Medien eingesetzt werden sollen.
Außerdem: Bei einer Klassenstärke von 30 Schülern und einer Standard-PC-Raumgröße von 15 bzw. 20 PC-Arbeitsplätzen kann nicht jeder individuell arbeiten.
„Individuell arbeiten“ heißt ja nicht, dass alle zur gleichen Zeit dasselbe tun. Sicherlich ist es sinnvoll, grundlegende Fähigkeiten im Umgang mit dem Computer im Klassenverband zu vermitteln, aber das Lernen mit PC und Internet kann in ganz unterschiedlichen, flexiblen Formen erfolgen. Gerade dann macht es ja auch Sinn.
Werden für Schülerinnen und Schüler durch den Einsatz komplexer Technik nicht noch zusätzliche Hürden aufgebaut?
Technik begleitet die Schülerinnen und Schüler heutzutage auf Schritt und Tritt, viele nutzen sie begeistert und intensiv, wie die aktuellen Studien des medienpädagogischen Forschungsverbundes belegen. Wenn Technik nicht zum Selbstzweck wird, stellt sie heute meiner Meinung nach keine Hürde mehr dar. Auch für Mädchen übrigens nicht, die eher „gebrauchswert-orientiert“ mit technischen Werkzeugen umgehen.
Ein weiteres Problem im Zusammenhang damit: Urheberrechtsverletzungen! Ich habe „Bauchschmerzen“, wenn ich Bilder, Texte oder Videos im Unterricht einsetzen möchte. Dann lasse ich lieber gleich die Finger davon!
Viele Medien werden heutzutage als „freie Inhalte“ im Internet unter einer sogenannten „creative commons“-Lizenz angeboten. Ein bekanntes Beispiel dafür ist Wikipedia. Auch über Google kann man gezielt nach „freien Inhalten“ suchen. Auf der sicheren Seite ist man immer mit den Medien der Medienzentren und des Landesmedienzentrums – die sind urheberrechtlich abgeklärt und können ohne Bedenken im Unterricht genutzt werden (nicht jedoch auf der Homepage oder in anderen frei zugänglichen Internetangeboten). Im Rahmen des Gesamtvertrags zwischen der Kultusministerkonferenz und der Verwertungsgesellschaft Wort vom 26.6.2007 zur Abgeltung von Vergütungsansprüchen nach § 52 a Urheberrechtsgesetz können Schulen urheberrechtlich geschützte Werke bzw. Werkteile in ihrem Intranet nutzen. Wichtig ist dabei, dass die Werkteile, Beiträge usw. nur der jeweiligen Klasse bzw. dem jeweiligen Kurs zugänglich gemacht werden. (z. B. durch die Einrichtung von passwortgeschützten Zugängen).
Zum Ausblick:
Hier ist auch Raum für Visionen!
Wie beurteilen Sie aus heutiger Sicht die Perspektiven für die elektronischen Formen des Lehrens und Lernens?
In zehn bis zwanzig Jahren wird das zum Alltag an deutschen Schulen gehören. Diese Entwicklung lässt sich nicht aufhalten, weil medienfreier Unterricht in einer Medien- und Wissensgesellschaft einfach nicht mehr zeitgemäß ist. Allerdings dürfen die Schulen bei der Bewältigung dieser Herausforderung nicht allein gelassen werden. Ohne Lehrerfortbildung, pädagogische und technische Unterstützung, Beratung und vor allem auch ohne ein angemessenes Medienangebot sind die Schulen überfordert.
Was wünschen Sie sich selbst?
Mein Anliegen ist die Medienbildung: die Bildung mit Medien, über Medien und als Bildung in einer von Medien bestimmten Welt. E-Learning gehört für mich dazu. Wenn Schulen die Medienbildung als ihre Aufgabe und Verpflichtung erkennen und sich dieser Herausforderung stellen, haben wir viel gewonnen. Eine Bildung ohne Medien kann heute keine Allgemeinbildung mehr sein. Genau um dieses Anliegen einer allgemeinen praktischen, persönlichen und politischen (Medien-)Bildung geht es mir.
Angaben zum Interviewpartner:
Dr. Jochen Hettinger, Abteilungsleiter Querschnittsbereich des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg, Ausbildung als Diplompädagoge (Sonderpädagogik und Medienpädagogik), Projektleiter der Medienoffensive Schule II des Kultusministeriums Baden-Württemberg (2003 – 2008), aktuelle Arbeitsschwerpunkte u. a. schulische Medienbildung, E-Learning, Praxisevaluation und Projektmanangement. Autor mehrerer Veröffentlichungen zum Thema „Medien und Schule“, z. B. „E-Learning in der Schule“, München 2008.